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Kyra Brand Ruth Scheek für Internetseite.pngBild: Jurymitglied Ruth Scheel mit Preisträgerin Kyra Brand/ Ulli-Thiel-Friedenspreis

pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

Kyra Brand vom Nellenburg Gymnasium erhält den Ulli Thiel Friedenspreis 2026

26. Jun 2026

In "Geschichten eines Kindes" setzt sich die Preisträgerin damit auseinander, wie Kinder von Krieg betroffen sind.

Der „Ulli-Thiel-Friedenspreis“ für Schüler:innen in Baden-Württemberg wurde zum siebten Mal verliehen und stärkt die Friedensbildung an Schulen. Dies wurde bei der Preisverleihung am 26. Juni 2026 im Haus der katholischen Kirche in Stuttgart deutlich. Es gab mehr als 60 Einsendungen von 28 verschiedenen Schulen. Insgesamt wurden dieses Jahr 14 Beiträge ausgezeichnet. Darunter waren vielfältige kreative und literarische Arbeiten, die von hohem Engagement zeugen. Die Jury hatte daher eine schwierige Entscheidung zu treffen. Deshalb entschied sie sich, noch zehn Anerkennungspreise zu verleihen.

Den mit 500 Euro dotierten ersten Preis erhielt Kyra Brand für ihre „Geschichten eines Kindes“. Kyra Brand besucht die Kursstufe 1 des Nellenburg-Gymnasiums in Stockach. In ihrer Geschichtensamm-lung setzt sie sich damit auseinander, dass Kinder am schlimmsten von Kriegen betroffen sind. Sie schreibt in ihrer Bewerbung: „Ich wollte nicht einfach nur über den Frieden schreiben, sondern vielmehr auch den Horror und die Schrecken des Krieges aus der Perspektive eines Kindes darstellen. Damit endlich Frieden entstehen kann“. Es sind Geschichten, die unter die Haut gehen und berühren.

(Blick ins Publikum im Eugen Bolz Saal, Haus der Katholischen Kirche Stuttgart)

Die weiteren Preise, jeweils mit 150 Euro dotiert, gehen an 13 unterschiedliche Schulen. Mal sind es Ein-zelpreise, wie für Lennox Ahlskog vom Isolde-Kurz-Gymnasium Reutlingen, dessen Bild eine Rakete in ei-nem Käfig zeigt. Seine Aussage dazu: „Wer Frieden will, muss umdenken.“ Friedensspiele, die die gemein-same Auseinandersetzung mit dem Thema fördern, wurden von Schüler:innen des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Weinheim und der Gewerblichen Schule in Schwäbisch Hall entwickelt.
Die Arbeiten der Steinlachschule Mössingen zeigen, dass Frieden bunt und kreativ ist. Die Klasse zeichnete in Anlehnung an James Rizzi friedvolle Städte. Die Kunst-AG der Lindenrain-Schule Ebhausen stellte Frie-denssymbole aus Ytong her und machte sich zu ihrer Bedeutung Gedanken. Lieder gegen den Krieg und für den Frieden wurden von einer Klasse der Erich-Kästner-Realschule Offenburg und der Song-AG des Hohen-staufen-Gymnasium Göppingen eingereicht. Die Frage „Was braucht ein Kind?” versuchten Grundschü-ler:innen der Grundschule Kreuzäcker und der Sonnenhofschule Schwäbisch Hall in einem kleinen Büchlein darzustellen. Ebenso ausgezeichnet wurden beeindruckende Texte oder Gedichte, eingereicht von der Hilde-Domin-Schule Herrenberg, der Europäischen Schule Karlsruhe, dem Schlossgymnasium Künzelsau und Fanny Rupel aus dem Suso-Gymnasium Konstanz.

Bischof Dr. Klaus Krämer hielt die Laudatio: „Eure Arbeiten sind für mich und viele Menschen ein Zeichen der Hoffnung, da sie zeigen, dass jede und jeder etwas für den Frieden tun kann. Sie geben jedem Menschen den Impuls mit, dass es sich lohnt, die Chance auf Mitgestaltung eines friedlichen Zusammenlebens zu ergreifen. Ihr seid damit auch Vorbilder für andere, auch über eure Schule hinaus.“ Damit wurde die Wertschätzung dieser Arbeiten deutlich.

(Schnappschuss mit Bschof Dr. Klaus Krämer und Sonnhild Thiel)

Sonnhild Thiel, Ehefrau des verstorbenen Namensgebers des Preises, betonte in ihrer Rede: „Folgt nie ei-nem Befehl, informiert euch, denkt selbst nach und entscheidet freiwillig nach eurem Gewissen und nach den Prinzipien der Menschenrechte.“
Die neue Ausschreibung für den Wettbewerb 2026/ 27 startet am Weltfriedenstag, 21. September 2026. Zum Hintergrund: Der Preis wird von der Evangelischen Landeskirche in Baden, der DFG-VK Baden-Württemberg, der Ge-werkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), „pax an!“ - Werkstatt für Pazifismus, Friedenspädagogik und Völkerverständigung, der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und pax christi Freiburg und Rottenburg-Stuttgart ausgelobt.

Ulli Thiel (1943 – 2014) war Sonderschullehrer, Friedensaktivist und Ideengeber der Menschenkette von Stuttgart nach Neu-Ulm 1983, der bislang größten Aktion der Friedensbewegung in Deutschland. Von ihm stammt der Spruch „Frieden schaffen ohne Waffen“, der zum Motto des Preises geworden ist.